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Sex macht kaputt.

Also...

Mit vierzehn habe ich das erste Mal mit jemandem geschlafen. Dieser Jemand ist bis heute mein Freund, allerdings haben wir momenatn so massive Probleme, dass er sich eventuell von mir trennt.

Jedenfalls, es passierte auf meiner Couch, es tat weh, war schön und rundum perfekt - und seitdem denke ich an fast nichts anderes mehr, rede fast nur noch davon, will es, kriege es nicht, werde wahnsinnig.

Verlieren wir alle schon in so frühen Jahren unser "inneres Kind", indem wir uns der Leidenschaft hingeben?

Sollten wir nicht doch bis zur Ehe warten, uns für den/die Richtige/n aufheben und nur dann mit eben diesem schlafen, um Kinder zu kriegen?

Macht uns Sex so kaputt? Oder sind wir selber daran schuld?

15.12.07 23:19, kommentieren

Romantik vs. Sex

Da ich in vielen Foren und Internetcommunities bin, geht es da öfter auch mal um Sex.

Erst letztens habe ich in einem Forum gelesen, dass ein Junge, der nicht älter als siebzehn war, mit seiner Freundin schläft. An sich nicht weiter spektakulär, aber sie waren erst drei Wochen zusammen.

Das war für mich schon etwas heftig. Nach einer Woche wildes Rumgeknutsche auf der Couch und nach drei Wochen vögeln wir uns durchs Kamasutra?

Ich bin nicht der Typ "Heben wir uns für die Hochzeitsnacht auf", das ist genauso übertrieben, meiner Meinung nach. Aber wo bleibt die Romantik? Um mit jemandem zu schlafen, bei dem ich mir vorstellen könnte, auch noch länger mit ihm zusammen zu bleiben, dazu braucht es doch viel mehr an Vertrauen, Intimität. Da reicht doch pure Sexualität nicht aus, oder?

Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht strikt gegen One-Night-Stands, ich flirte gern und all das... Aber in einer frischen Beziehung sollte man sich doch vorerst kennenlernen, nicht wahr?

Wieso vergessen wir die gute, alte Romantik? Auf der einen Seite heulen wir rum, es gäbe keine echten Gentlemen mehr und die First Lady ist ein Hirngespinst, nach dem wir uns sehnen. Auf der anderen Seite vögeln wir Berlin, München, Stuttgart durch... um WAS zu erreichen? Befriedigung kann es ja wohl nicht sein. Anerkennung? Das Wissen, begehrt zu werden? Schon eher.

Aber wozu, wenn man jemanden haben kann, der auch ohne das auskommt, uns liebt, weil wir uns in seinem Beisein die Fußnägel schneiden und am liebsten Sushi im Bett essen?

Romantik, Nähe, Intimität gegen... gegen was? Verschwitzte Laken, aufgeheizte Körper, Keuchen, Seufzen, Stöhnen und hinterher die Erkenntnis, dass man vergessen hat, sein Diaphragma einzusetzen?

Wollen wir das wirklich? Natürlich ist Letzteres immer gut, um Spaß zu haben, aber wie oft hatte man vorgetäuscht guten, unwahrscheinlich schlechten, widerlichen, abstoßenden, langweiligen Sex und wie oft hat man eine vorgetäuscht gute, unwahrscheinlich grauenvolle, langweilige Beziehung, wenn Romantik und Nähe im Spiel ist?

Denkt mal nach...

3 Kommentare 25.12.07 21:16, kommentieren

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